Bei modernen Isoliergläsern handelt es sich um multifunktionale Hightech-Produkte, bei denen sich Eigenschaften wie Wärmeschutz, Sonnenschutz und Schallschutz beliebig kombinieren lassen. Ob Neubau oder Sanierung: Mit Isolierglas nach Maß eröffnen sich Ihnen unterschiedlichste Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten, die wir Ihnen im Folgenden näher erläutern möchten.
Als Isoliergläser werden Verbundgläser bezeichnet, die funktionale Verglasungseinheiten darstellen. Sie bestehen aus jeweils mindestens zwei Glasscheiben, die über einen geschlossenen Randverbund zusammengehalten werden. Dieser dient gleichzeitig als Abstandshalter und verhindert das Eindringen von Staub und Wasserdampf.
Der Scheibenzwischenraum ist mit einem Edelgas, meist Argon oder Krypton, oder mit trockener Luft gefüllt. Eine der Glasscheiben ist mit einer lichtdurchlässigen, reflektierenden Beschichtung veredelt.
Eine Isolierverglasung ist ein autarkes System, das seine Funktion auch ohne Rahmen erfüllen kann. Abhängig vom Einsatzgebiet und den damit einhergehenden Erfordernissen können die Scheiben aus Floatglas, teilvorgespanntem Glas (TVG) und Einscheibensicherheitsglas (ESG) und Verbundsicherheitsgläsern (VSG) bestehen.
Die Doppelverglasung war wie das Verbundfenster und die doppelte Einzelverglasung ein Vorläufer der Isolierverglasung. Der größte Unterschied zwischen Doppel- und Isolierverglasung besteht darin, dass bei Ersterer der Randverbund keinen gas- und wasserdichten Abschluss bildet. Im Hohlraum zwischen den Scheiben befindet sich ganz normale Luft und es kann Feuchtigkeit eindringen. Zudem fehlt den Glasscheiben die wärmedämmende Beschichtung. Dadurch haben alte Doppelglasfenster einen U-Wert von circa 3,0 W/m²K, während die heute gängigen Dreifach-Isolierverglasungen bis zu 0,5 W/m²K aufweisen.
Nicht zu verwechseln sind die althergebrachten Doppelverglasungen mit der 2-fach-Isolierverglasung, die U-Werte von bis zu 1,0 W/m²K erreichen.
Die Eigenschaften von Isolierglas hängen von dessen genauem Aufbau ab. Isolierglas nach Maß gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen, sodass es problemlos möglich ist, die optimale Variante für das jeweilige Einsatzgebiet zu finden.
Aufgrund der verbesserten Isolation sorgt Mehrscheiben-Isolierglas für deutlich geringere Wärmeverluste. Die von der Heizung aufsteigende Wärme bleibt im Raum, statt sich durch kleinste Lücken und Ritzen nach außen zu verflüchtigen. Auf diese Weise wird weniger Heizwärme benötigt. Das senkt den Energieverbrauch und entlastet die Umwelt. Die Isolierverglasung reduziert außerdem die Kältestrahlung in Fensternähe. Dadurch ist es überall in der Wohnung gleich warm und es gibt keine unangenehmen Kältelöcher. Die beste Wärmedämmung bieten 3-fach-Verglasungen.
Dreifach-Isolierverglasungen punkten durch eine besonders gute Lärmdämpfung. Zudem gibt es spezielle Varianten, die eine Schalldämpfung von mehr als 50 dB erzielen. Solche Verglasungstypen sind vor allem an Haupt- und Schnellstraßen, im Umfeld von Bahnhöfen, Flughäfen sowie in der Nähe von Industrieanlagen sinnvoll.
Isolierglasfenster werden nach VDI-Richtlinie und DIN-Norm 4109 in sechs Schallschutzklassen eingeteilt. Standard-Isolierfenster müssen mindestens der Klasse 2 entsprechen. Höhere Schallschutzklassen werden durch dickere Scheiben und zusätzliche Schallschutzfolien erreicht. Schallschutzfenster der Klasse 6 bestehen aus mindestens einem Innen- und einem Außenflügel, wobei zumindest der innere eine energieeffiziente, lärmisolierende Verglasung besitzt.
Sonnenschutzverglasungen halten an heißen Tagen die Hitze draußen und entlasten damit die Klimaanlagen. Hierzu besitzen sie reflektierende und absorbierende Beschichtungen, die nur einen geringen Teil der Wärmestrahlung nach innen lassen. Sonnenschutzglas ist meist leicht getönt, beispielsweise silber- oder bronzefarben, lässt aber trotzdem viel Licht herein.
Brandschutzverglasungen der neuesten Generation bestehen aus zwei Glasscheiben, zwischen denen sich ein transparentes, wasser- und elektrolytreiches Gel befindet. Bricht eine der Scheiben infolge der von einem Brand ausgehenden Hitze, verdampft das Wasser aus dem Gel und kühlt die verbleibende Verglasung. Zugleich bildet sich eine hitzedämmende Salzschicht.
Je nach Klassifizierung ist Brandschutzglas in der Lage, Feuer und Rauch für eine gewisse Zeit vom Eindringen abzuhalten oder sogar die Ausbreitung von Hitze zu unterbinden. Letzteres verhindert die Selbstentzündung von Gegenständen in benachbarten Räumen durch heiße Wärmestrahlung.
Sowohl im Neubau als auch bei der Altbausanierung gilt mittlerweile die 3-fach-Verglasung als Standard. Dreifach verglaste Fenster bieten hinsichtlich Wärmeschutzdämmung und Energieeffizienz Spitzenwerte, sodass sich die Mehrkosten schon nach wenigen Jahren amortisieren.
Bauen Sie im Rahmen einer Sanierung Fenster mit Dreifachverglasung ein, können Sie von einer Förderung in Form eines BAFA-Zuschusses oder eines KfW-Kredits profitieren. Alternativ ist ein Steuerbonus möglich. Dennoch ist die 3-fach-Verglasung in Altbauten nicht uneingeschränkt zu empfehlen.
Grundsätzlich sollte der U-Wert von Fenstern schlechter als der Wert der umliegenden Fassade sein, da es sonst an den Innenwänden zu Feuchtigkeits- und Schimmelbildung kommen könnte. Tauschen Sie die Fenster in einem Altbau mit ungedämmten Außenwänden, sollten Sie daher auf die 2-fach-Verglasung zurückgreifen.
Ob Sie Wärmeverluste vermeiden, Ihre Räume an heißen Sommertagen kühl halten, die Lärmbelästigung reduzieren oder den Brandschutz erhöhen wollen: Wir bieten Ihnen für jeden Anwendungsfall das passende Isolierglas nach Maß. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch.
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